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Besuch der Staatssekretärin und des Amtsleiters des Amtes für Arbeit und Integration

 

Heute besuchte das Beratungszentrum der Rom und Cinti Union, Frau Petra Lotzkat, die Staatssenkrätin der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und der Amtsleiter des Amtes für Arbeit und Integration, ESF. Verwaltungsbehörde Herr Kruse . Wir bedanken uns bei beiden für das ausführliche Gespräch.

Wir in Hamburg! Nebenan und mittendrin!

Fünftes Forum Flüchtlingshilfe

 

Zum fünften Mal jährte sich am Freitag den 30.08.2019 das offene Forum Flüchtlingshilfe in Hamburg in der Kulturfabrik Kampnagel.

 

Im Mittelpunkt standen dabei der gegenseitige Austausch und die Vernetzung untereinander.

Auf dem Markt der Akteure waren die verschiedensten Initiativen, Organisationen und Einrichtungen vertreten.

Das RCU Team hat neben einem  Infostand auch einen Fragebogen eingesetzt,  um soziale und politische Einstellungen, Meinungen, Interessen und psychologische Merkmale zum Thema Sinti und Roma zu ermitteln.

Wir haben uns gefreut, dass zahlreiche Veranstaltungsbesucher sich die Zeit genommen haben diesen zu beantworten, denn jede ehrliche Antwort ist für uns wertvoll.

 

Der Fragenbogen war in 4 Themenbereichen (A,B,C,D) unterteilt.

 

A) Allgemeine Fragen zu persönlicher Erfahrung:

B) Allgemeine Fragen zu Sinti und Roma (Herkunft, Zahlen etc.)

C) Fragen zu Stereotypen, bzw. allgemeine Einstellung gegenüber Sinti

und Roma

D) Fragen zur Geschichte

 

Die Rom und Cinti Union bedankt sich bei allen Teilnehmenden der Umfrage und freut zudem auf zukünftige Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern.

 

Anbei finden Sie die Ergebnisse des Fragebogens.

 

Zur Fragebogen Auswertung

 

Nähere Infos zum Fragebogen

 

Der Anschlag von Halle

 

Ein terroristischer Anschlag, an einen der  wichtigsten jüdischen Feiertage  auf eine Synagoge und der Tötung von zwei Menschen durch einen schwerbewaffneten Täter, hat uns fassunglos gemacht und zutiefst schockiert.

 

Kurz bevor der Mörder sich gestern aufmachte, seine geplante Tat umzusetzen, wandte er sich in einem Video offenbar an eine internationale rechte Internet-Subkultur

 

Er leugnete in seinen  Stream voller Hass  den Holocaust und bezieht sich auf andere rechtsextreme Attentate.

 

In einer Zeit in der so widerliches rechtspopulistisches Gedankengut, durch vermehrte geistige Brandstifter verbreitet wird, müssen wir näher zusammen rücken.

 

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie Antisemitismus, Antiziganismus und weitere Formen von Rassimus dürfen nicht zu unserer alltäglichen Realität gehören.

 

Der Vorstandsvorsitzende der Rom & Cinti e.V.:

 

"Rechtspopulisten und Rechtsextreme sind auf dem Vormarsch!

Rechtspopulismus ist kein Gespenst!

Tag für Tag werden in Deutschland Straf- und Gewalttaten mit rechtem Hintergrund begangen!

Rechtspopulistische Parteien und Politiker haben starken Zulauf bekommen!

Steigender Antiziganismus und rechtsdruck ist leider salonfähig.

TV- Beiträge wie der Beitrag ,Roma: Ein Volk zwischen Armut und Angeberei, der bei Sat.1 zu sehen war und in dem Roma-Gruppen pauschal zu kriminalisiert werden, nähren den wachsenden Antiziganimus.

 

Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr als 60  Straftaten gegen Sinti und Roma erfasst. Es ist zu befürchten, dass die Dunkelziffer erheblich höher ist, weil antiziganistische Tatmotivationen nicht immer als solche (an)erkannt werden.

 

Zudem zeigt sich die Tatsache, dass der Täter sein abscheuliches Verbrechen ins Netz gestellt hat!

 Beleidigungen, Hass und Volksverhetzende Aussagen dürfen nicht veröffentlicht werden!

Streaming-Plattform  müssen Online-Verbreitungen mit  gewalttätigen und extremistischen Inhalten zerstören.

 

Wir sprechen den Angehörigen der Opfer in großer Trauer unser tief empfundenes Mitgefühl aus.

 

(Quelle: picture alliance/dpa)

Erhalt der Grabstätten NS-verfolgter Sinti und Roma

 

Am 9. Dezember 2016 haben Bund und Länder im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin einen Beschluss zum Ruherecht für Grabstätten der unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft Verfolgten Sinti und Roma gefasst. Mit dieser am 14.12.2018 in Kraft tretenden Vereinbarung, werden alle Grabstätten NS-Verfolgte Sinti und Roma dauerhaft erhalten und bleiben für  nachfolgende Generationen  bestehen.

 

Nach der Regelung können Nutzungsberechtigte an einer Grabstätte, sowie Friedhofträger, sofern das Grabnutzungsrecht der Gräber ausläuft und  keine Verwandte mehr zu ermitteln sind, sich an das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen wenden.

 

Die Beratungsstelle der Rom und Cinti Union steht den betroffenen Familien selbstverständlich bei der Antragstellung unterstützend zur Seite und ist vom  Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen berechtigt, die erforderliche „Glaubhaftmachung“ der Verfolgung zu erstellen.

 

Wir bitten Euch, bekannte Nutzungsberechtigten dieser Grabstätten von der Regelung in Kenntnis zu setzen, da nicht alle betroffene Familien von dieser Regelung wissen, zudem sollten euch Gräber bekannt sein, bei den das Grabnutzungsrecht abläuft und keine Verwandten mehr vorhanden oder zu ermitteln sind, teilt uns dies mit.

Helft uns alle Grabstätten NS-Verfolgte Sinti und Roma dauerhaft erhalten!

 

Bei weiteren Fragen stehen wir euch  jederzeit unter 040 310521 zur Verfügung.

 

Aufsuchende Sozialarbeit für Senioren

 

Aufgrund mehrfacher Nachfrage und Wunsch von den ansässigen Familien und Senioren, wird Frau Viola Hovarthova ab August 2019 mit der aufsuchende Sozialarbeit für Senioren starten.

 

Durch die steigende Integration der Familienverbände und den damit entstandenen Zeitmangel, bietet die RCU Beratungsstelle Hilfestellung in der Betreuung und in der Bedarfsanalyse für die ansässigen Senioren und Familienverbände.

 

Die „aufsuchende Sozialarbeit für Senioren“ beginnt mit einem ersten Hausbesuch, bei dem  Frau Horvathova  über das Projekt informiert und die individuellen Wünsche der jeweiligen Senioren ermittelt.

Was sich daraus ergibt, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab:

 

Dies kann Unterstützung bei Anträgen zu Pflegegradermittlung beinhalten, Antragstellung für NS Verfolgte an die Hamburger NS-Stiftung oder Informationen über Angebote im Stadtteil, wie  beispielsweise Nachbarschaftshilfen oder ein Hausnotruf.

 

Eine weitere Möglichkeit der aktiven Einbindung, ist die Organisation von Veranstaltungen für Senioren in den Räumen der Rom und Cinti Union Beratungsstelle.

 

Ziel ist es die Senioren mit dem Projekt, das Gefühl von Sicherheit und Unterstützung zu vermitteln, dass jemand da ist, den sie auch zukünftig in schwierigen Situationen ansprechen können und der sie bei der Lösung von Alltagsproblemen unterstützt.

 

 

Frau Horvathova, selbst eine Romli, spricht Deutsch, Englisch, Romanes (mehrere Dialekte), tschechisch und polnisch und kann zudem auf eine lange Erfahrungen in der Arbeit mit ansässigen und migrierten Sinti und Roma Familien zurückblicken.

 

Frau Horvathova steht Ihnen bei Rückfragen unter Tel:  040 – 310521 zur Verfügung.

 

Neues Sozialarbeiterteam in der Beratungsstelle der Rom und Cinti Union

 

Wir begrüßen in unserem Team zwei neue Kolleginnen: Frau Diana Pokazanyeva und Frau Susanne Uckelmann, beides staatlich anerkannte Sozialarbeiterinnen.

 

Frau Pokazanyeva, absolvierte an der Staatlichen Universität Kuban den Studiengang der sozialen Pädagogik mit dem Studienabschluss des Masters. An der Universität Hamburg, beendete sie das Grundstudium der Rechtswissenschaften, gefolgt von einem Bachelor in sozialer Arbeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg, mit herausragenden Noten.

 

Frau Susanne Uckelmann besuchte die Hochschule für angewandte Wissenschaft in Hamburg und beendete den Studiengang soziale Arbeit mit einem Abschluss des Bachelors in sozialer Pädagogik. Frau Uckelmann weist umfassende Erfahrungen in der Betreuung von Familien in verschiedenen Problemlagen auf, unter anderem Hilfe bei der Existenzsicherung und Behördenangelegenheiten sowie Vermittlung zwischen Schulen und Familien.

 

Frau Viola Horvatova langjährige Mitarbeiterin der Rom und Cinti Union, leitet das Team der Sozialarbeit.

 

Unsere Sozialarbeiterinnen stehen euch, während der Sprechzeiten und nach vorheriger Terminvereinbarung zur Verfügung::

 

Montag, Mittwoch

 

10:00 bis 12:00 Uhr

und

13:00 bis 15:30 Uhr

 

Freitag

10:00 bis 12:00

 

zur Verfügung.

 

Das neue Team der RCU

(GEUPDATED  22.05.2019)

 

Die Europawahlen stehen am 26. Mai 2019 bevor.

 

Hierzu haben wir mit unserem Vorstandsvorsitzenden „Herrn Rudko Kawczynski“  ein Interview geführt.

 

 

Am 08. April 2019 haben wir an die Kandidaten des Europäischen Parlaments einen  Brief mit Wahlprüfsteinen geschickt, mit der Bitte um Beantwortung, wie war die Resonanz der einzelnen Parteien?

 

 

Bis auf die Linke, die sehr ausführlich geantwortet hat, haben keine der  angeschriebenen Spitzenkandidaten der Parteien geantwortet, beziehungsweise uns bis auf weiteres vertröstet. Was sehr schade ist.

 

Somit haben die wahlberechtigte Roma und Sinti, die sich immer noch nicht sicher sind, wem sie Ihre Stimme geben sollen, nicht genügend Antworten auf Ihre Fragen erhalten?

 

Es ist schade für die Parteien und für die Europa Wahl, man darf nicht vergessen, wir haben rund 60.000 wahlberechtigte Roma und Sinti in Hamburg, mindestens die Hälfte stammen aus den EU Staaten und sind somit wahlberechtigt und wenn sich die Parteien dafür nicht interessieren, ist das schon sehr alarmierend.

 

Können sich die Wahlberechtigten Roma und Sinti,  bei Fragen zur Wahl und zum Wahlvorgang an die Roma und Cinti Union wenden?

 

Ja natürlich, es ist ganz wichtig sich an der Wahl zu beteiligen. Wir hatten ja am 27.04.2019 eine Infoveranstaltung um über die Wahl zu informieren, bzw. um die Unterschiede zwischen dem Europarat und dem Europäischen Parlament darzustellen.

 

Den Europarat kann man nicht wählen, er hat 47 Mitgliedstaaten, die Ihre politischen Vertreter direkt entsenden, dass Europäisches Parlament hingegen wird im allgemeinen, unmittelbaren, freien und geheimen, von den Bürgern der EU direkt gewählt.

 

Auf der Homepage der Rom und Cinti steht der Aufruf:

 

"Diesmal genügt es nicht, nur auf eine bessere Zukunft zu hoffen.

Diesmal bitten wir daher nicht nur, wählen zu gehen, sondern auch, andere zur Wahl zu motivieren."

 

Möchtest du dem noch etwas hinzufügen?

 

Es ist unheimlich wichtig, das wir zu den Wahlen gehen und sich daran zu beteiligen.

Gerade junge Leute sollten sich aktiv beteiligen. Es stehen zwei ganz wichtige Wahlen diesem Monat an, die Europawahl und die Bezirksversammlungswahl.

 

Ich empfehle einen Dreistufenplan:

 

1. Infos über das Wahlprogramm der Partei und den Kandidaten einholen.

 

2. Informieren was die Parteien, für Angehörigen der Sinti und Roma tun können, wenn sie ins Parlament, beziehungsweise in die einzelnen Bezirksparlamente gewählt werden.

 

3. Aktiv an der Wahl teilnehmen, den eine Demokratie ohne Wahlen gibt es nicht, denn nur das Volk kann  seine Vertreter entsenden!

 

Also: Wählen gehen und andere zur Wahl zu motivieren!

 

Gern unterstützen wir euch, wenn Ihr Fragen zur Wahl und zum Wahlvorgang habt.

 

 

 

Von Frau Nicole Mettbach

 

UPDATE 22.05.2019

 

Update Wahlprüfsteine

 

Wir freuen uns, weitere eingegangene  Antwortschreiben, zu den von uns am 08.04.2019  versendete Briefe mit Wahlprüfsteinen,  folgender Kandidaten zu veröffentlichen.

 

    SPD Landesorganisation Hamburg

    CDU/CSU Deutschland

    CDU Landesverband Hamburg

    Bündnis 90 Die Grünen

 

Zudem  veröffentlichen wir den Antrag der Fraktionen CDU/CSU und SPD, "Antiziganismus bekämpfen".

Wir bedanken uns bei den oben genannten Parteien für die Antworten

 

Antwort Wahlprüfsteine Die LINKE

Antwort Wahlprüfsteine SPD Landesorganisation Hamburg

Antwort Wahlprüfsteine CDU/CSU Deutschland

Antwort Wahlprüfsteine CDU Landesverband Hamburg

Antwort Wahlprüfsteine Bündnis 90 Die Grünen

 

Antrag der Fraktionen CDU/CSU und SPD, "Antiziganismus bekämpfen"

 

 

Europawahl 26. Mai 2019

 

Latscho dives, Te awes Bachtalo,

 

die Europawahlen stehen am 26. Mai 2019 bevor.

Diesmal genügt es nicht, nur auf eine bessere Zukunft zu hoffen.

Diesmal bitten wir daher nicht nur, wählen zu gehen, sondern auch, andere zur Wahl zu motivieren.

 

Der Vorstandsvorsitzende der Rom & Cinti e.V. hat an die Kandidaten des Europäischen Parlament folgenden Fragen gestellt:

Weshalb sollen die in Deutschland  lebende Sinti und Roma Ihnen, als Kandidat, der XXX, ihre Stimme geben?

Wie würden Sie die Ratifizierung der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen, sowie alle weiteren Übereinkünfte und Empfehlungen des COE und der EU zur Verbesserung der Lebenssituation der Sinti und Roma in Europa umsetzen wollen?

Wie gedenken Sie, den noch immer vorherrschenden Antiziganismus  zu bekämpfen?

Wie würden Sie die Aufklärung über die Geschichte und den NS-Holocaust an den Roma und Sinti in den Schulplänen voranbringen wollen?

Wie wollen Sie die EU-Strategie 20/20 für in Deutschland lebende Sinti und Roma umsetzen?

Welchen Druck können Sie als Spitzenkandidat ausüben, um die Fluchtursachen und die Verfolgung der Roma in deren Herkunftsländern zu thematisieren?

 

Wie beabsichtigt ihre Partei, dass in Deutschland lebende Sinti und Roma ebenso denen in Deutschland lebenden Juden, auf Grundlage der gemeinsamen NS-Verfolgungsgeschichte, gleichgestellt werden?

Wie beabsichtigt Ihre Partei ähnliche Verantwortung, für Roma und Sinti, sicher zu stellen, wie in dem gegebenen Versprechen der Bundesrepublik gegenüber dem jüdischen Staat Israel?

Wie könnten Sie zur Verbesserung der Lebenssituation der Sinti und Roma In Deutschland beitragen?

Wir möchten, dass Sinti und Roma aus der Situation der unsichtbaren Minderheit herauskommen.

Sinti und Roma – Europas größte Minderheit – erleben in ganz  Europa Vorurteile, Ausgrenzung und Benachteiligung, wir wollen das zusammen mit euch ändern!

Gern unterstützen wir euch, wenn Ihr Fragen zur Wahl und zum Wahlvorgang habt.

Der Vorstandsvorsitzende, Herr Rudko Kawczynski, lädt euch herzlich ein, am Samstag den 27.04.2019 um 15 Uhr, zu einer Infoveranstaltung, Wahl des Europäischen Parlaments, wo er mit  euch eure Fragen zur Europawahl erläutern möchte.

 

 

In den Tod geschickt

 

Am 11.März 1943 erfolgte die erste Deportation von Roma und Sinti aus Hamburg in das Vernichtungslager Auschwitz Birkenau. Über 300 Menschen,

Sinti und Roma, unter ihnen viele Frauen und Kinder, wurden verhaftet und in einem mehrtätigen Transport direkt in das Vernichtungslager Auschwitz Birkenau deportiert.

 

Mit einer Gedenkveranstaltung haben Vertreter der Sinti und Roma aus Hamburg und Schleswig-Holstein, sowie die Kirchliche Gedenkstättenarbeit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, am Montag, den 11.03.2019, an diesen schrecklichen Tag erinnert.

 

Vertreter der Evangelischen der Nordkirche, der Behörde für  Arbeit, Soziales, Familie und Integration, der Gedenkstätte Neuengamme, Funk, Fernsehen und viele Hamburger Bürger folgten der Einladung.

Herr Matthäus Weiss, Landesvorsitzender des Verband Deutscher Sinti und Roma e.V. – Landesverband Schleswig-Holstein begrüßte als erstes alle anwesenden Roma und Sinti auf Romanes, warnte mit eindringlichen Worten vor den Aufstieg vor rechten Parteien in Deutschland und  übergab anschließend das Wort an Herrn Arnold Weiss, Vorstand des Landesvereines Hamburg,  welcher den immer noch vorherrschenden Antziganismus in Deutschland ansprach, für die Rom und Cinti Union e.V. sprach der 2. Vorsitzende Tino Knudsen. Er erinnerte daran, dass „die Erinnerung an diesem  Verbrechen niemals in Vergessenheit geraten darf!“

 

Hanno Billerbeck, Pastor der Kirchlichen Gedenkstättenarbeit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, sprach über den Auschwitz Erlass, vom 16. Dezember 1942 durch Heinrich Himmler, welcher die Deportation der innerhalb des Deutschen Reichs lebenden Sinti und Roma anordnete. Über die Gleichgültigkeit der Hamburger Bevölkerung, die teilnahmslos der Deportation zu sahen sowie über den Schmerz der Angehörigen der deportierten Roma und Sinti, für deren Leid sich jahrzehntelang keiner interessiert hat.

 

Am späten Nachmittag luden die Veranstalter ins Ökumenische Forum Hafen City, zu einem Gespräch über die Auswirkung des nationalsozialistischen Völkermordes auf die Nachkriegsgenerationen der Roma und Sinti in Hamburg.

 

21.03.2019

13.02.2019

Gilt das Bleiberecht  zur Romaregelung  noch?

 

Am 08.01.2019 traf sich unser Vorstandsvorsitzender Rudko Kawczynski mit dem  Staatsrat für Inneres und Sport,Herrn Bernd Krösser und Herrn Klußmann,  Grundsatzabteilung für Ausländer- und Staatsangehörigkeitsrechts zu einem  Gespräch.

 

1. Am 08.01.2019 hattest du  einen Gesprächstermin bei dem Staatsrat für Inneres  Herrn Bernd Krösser, was war der Grund für dieses Gespräch?

 

Mittlerweile haben die sogenannten Bleiberechtsroma Probleme mit Ihrer Aufenthaltserlaubnis, die sie damals im Zuge der Bleiberechtsregelung erhalten haben.

 

Genauer gesagt, der Kern dieses Problems ist, dass die betroffenen keinen Pass haben, der sie als Bürger des ehemaligen Jugoslawiens ausweist.

 

Diesen Staat, weiß ja jeder, gibt es nicht mehr. Dieser Staat hat sich ja in verschiedene Nachfolgestaaten aufgespalten, mit denen die Roma aber nichts zu tun haben. Dieser Zustand bereitet momentan Probleme bei der Ausländerbehörde, d.h.  die Ausländerbehörde verlängert die Aufenthaltserlaubnis der betroffenen Personen nicht, solange kein Pass vorhanden ist.

 

 

2. Verstehe ich dass richtig, die betroffenen Roma, kämpfen um ihr bereits zustehendes Bleiberecht?

 

Das Bleiberecht steht nicht in Frage.

 

Es geht darum die nicht vorhandene Identität der betroffenen Roma zu klären, um aus dem augenblicklichen Sog der Ausländerbehörde zu gelangen, die sich verstärkt momentan mit der Problematik auseinander setzt, dass einige Flüchtlinge ihre  Identität  bewusst verschleiern.

 

Die   Ausländerbehörden unterstellt den Roma diese Taktik ebenfalls  anzuwenden, um nicht abgeschoben zu werden. Was natürlich absoluter Unsinn ist, diese Menschen leben seit 30-40 Jahren im Bleiberecht hier in  Hamburg und haben keinen Grund ihre Identität zu verschleiern. Der Grund der Passlosigkeit ist ganz einfach:

Sie bekommen keine Pässe aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens, aus den verschiedensten Gründen.

 

3. Versucht die Ausländerbehörde bewusst die Romaregelung auszuhebeln?

 

Das glaube ich nicht, wir stoßen da eher auf Unwissenheit seitens der Mitarbeiter der Ausländerbehörde. Was sehr gefährlich ist,  wenn einer    der betroffenen keine Aufenthaltserlaubnis bekommt, sondern nur eine sogenannten Fiktionsbescheinigung, droht der Verlust der gesamten Existenz, wie Wohnraum und Arbeitsplatz.

 

 

4. Was rätst du den betroffenen Familien oder Personen?

 

Wir sind mit dem Staatsrat und dem  Mitarbeiter der Grundsatzangelegenheiten für  Ausländer- und Staatsangehörigkeitsrechts so verblieben, dass sich die betroffenen Menschen, direkt an die RCU Beratungsstelle wenden können, um sie einerseits zu unterstützen die benötigten Pässe zu  besorgen und andererseits zu versuchen mit der Ausländerbehörde einen Ausweg für die betroffenen zu finden.

 

Wir lassen die betroffen Menschen nicht allein.

 

 

Die Beratungsstelle steht allen Betroffen, für Rückfragen und zur Terminvereinbarung, unter folgenden Kontakt zur Verfügung. Für Kontakt hier klicken.

 

 

* Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport Herr Bernd Krösser, https://www.hamburg.de/innenbehoerde/staatsrat-inneres// 11.02.2019

 

 

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