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21.03.2019

In den Tod geschickt

 

Am 11.März 1943 erfolgte die erste Deportation von Roma und Sinti aus Hamburg in das Vernichtungslager Auschwitz Birkenau. Über 300 Menschen,

Sinti und Roma, unter ihnen viele Frauen und Kinder, wurden verhaftet und in einem mehrtätigen Transport direkt in das Vernichtungslager Auschwitz Birkenau deportiert.

 

Mit einer Gedenkveranstaltung haben Vertreter der Sinti und Roma aus Hamburg und Schleswig-Holstein, sowie die Kirchliche Gedenkstättenarbeit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, am Montag, den 11.03.2019, an diesen schrecklichen Tag erinnert.

 

Vertreter der Evangelischen der Nordkirche, der Behörde für  Arbeit, Soziales, Familie und Integration, der Gedenkstätte Neuengamme, Funk, Fernsehen und viele Hamburger Bürger folgten der Einladung.

Herr Matthäus Weiss, Landesvorsitzender des Verband Deutscher Sinti und Roma e.V. – Landesverband Schleswig-Holstein begrüßte als erstes alle anwesenden Roma und Sinti auf Romanes, warnte mit eindringlichen Worten vor den Aufstieg vor rechten Parteien in Deutschland und  übergab anschließend das Wort an Herrn Arnold Weiss, Vorstand des Landesvereines Hamburg,  welcher den immer noch vorherrschenden Antziganismus in Deutschland ansprach, für die Rom und Cinti Union e.V. sprach der 2. Vorsitzende Tino Knudsen. Er erinnerte daran, dass „die Erinnerung an diesem  Verbrechen niemals in Vergessenheit geraten darf!“

 

Hanno Billerbeck, Pastor der Kirchlichen Gedenkstättenarbeit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, sprach über den Auschwitz Erlass, vom 16. Dezember 1942 durch Heinrich Himmler, welcher die Deportation der innerhalb des Deutschen Reichs lebenden Sinti und Roma anordnete. Über die Gleichgültigkeit der Hamburger Bevölkerung, die teilnahmslos der Deportation zu sahen sowie über den Schmerz der Angehörigen der deportierten Roma und Sinti, für deren Leid sich jahrzehntelang keiner interessiert hat.

 

Am späten Nachmittag luden die Veranstalter ins Ökumenische Forum Hafen City, zu einem Gespräch über die Auswirkung des nationalsozialistischen Völkermordes auf die Nachkriegsgenerationen der Roma und Sinti in Hamburg.

 

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